Deutschland zählt zu den fünf besten Ländern der Welt

Deutschland zählt zu den fünf besten Ländern der Welt

Die Wirtschaft in Deutschland befindet sich auf Expansionskurs und ist inzwischen fast so konkurrenzfähig wie die Vereinigten Staaten von Amerika. Im internationalen Vergleich des Weltwirtschaftsforums steht die Bundesrepublik Deutschland in der Eurozone inzwischen auf Platz eins und nimmt weltweit den fünften Rang ein. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich Deutschland um zwei Plätze. Unangefochtener weltweiter Spitzenreiter bleibt die Schweiz, China ist mir Platz 27 das beste Schwellenland. Außerdem prognostizieren Wirtschaftsforscher Deutschland in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent. Die Schweizer Forscher des Weltwirtschaftsforums führen die wirtschaftliche Aufholjagd Deutschlands vor allem auf die Reformen am Arbeitsmarkt zurück.

Die deutsche Infrastruktur ist hervorragend

DeutschlandMargareta Drzeniek, die Direktorin des Weltwirtschaftsforums, konkretisiert diese Annahme: „Ein Grund für die Verbesserung Deutschlands ist, dass der Arbeitsmarkt flexibler geworden ist.“ Besonders angetan sind die Forscher auch vom Ausbau der Verkehrswege, Stromversorgung und Telefonnetze in Deutschland. Die deutsche Infrastruktur gilt unter den Schweizer Wissenschaftlern sogar als die zweitbeste der Welt. Nicht so zufrieden sind die Wirtschaftsexperten mit den Kündigungsfristen und Lohnfindung in Deutschland. Sie beklagen in beiden Fällen die mangelnde Flexibilität. Laut Statistischem Bundesamt sind in den vergangenen Jahrzehnten in keinem Land in Europa die Löhne so langsam gestiegen wie in Deutschland.

Das Davoser Weltwirtschaftsforum lobt den Spitzenreiter Schweiz vor allem wegen seiner Innovationskraft. Die Forschungsinstitute und der Arbeitsmarkt sind in der Welt führend. Das liegt auch daran, dass in der Schweiz die Wirtschaft und die Wissenschaft eng zusammenarbeiten. Auch die skandinavischen Nationen konnten sich beim Ländervergleich in der Spitzengruppe etablieren. Dänemark, Finnland und Schweden zählen zu den Top 10. Für den Ländervergleich werten die Wissenschaftler 110 Indikatoren aus. Zu den wesentlichen Kriterien zählen die Infrastruktur, der Gesundheitssektor, die Bildung und Ausbildung sowie die Finanzmärkte.

SteigerungDie deutsche Wirtschaft vor einem schwierigen Jahr

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass Deutschland auch in den kommenden Monaten die Spitzenposition in der Europäischen Union einnehmen wird. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) gibt folgende Stellungnahme ab: „In Deutschland hat sich die Konjunktur in diesem Jahr deutlich besser erholt als in den meisten anderen Industrienationen. Die Ausfuhren haben im zweiten Quartal 2010 mit einem Plus von 37 Prozent geradezu spektakulär zugenommen.“

Allerdings darf sich die deutsche Wirtschaft nicht zu sehr in Sicherheit wiegen, sonst könnte es ein böses Erwachen geben. Joachim Scheide, Leiter der IfW-Prognoseabteilung, sagt: „Dass die globale Nachfrage zurückgeht, wird die deutsche Wirtschaft 2011 belasten. Der Höhepunkt der globalen Wirtschaftsexpansion ist überschritten.“ Auch für die Wirtschaftsexperten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird das kommende Jahr für die deutsche Wirtschaft ein schwieriges. OECD-Volkswirt Felix Hüfner warnt: „Deutschland muss sich in den kommenden Quartalen auf Wachstum auf niedrigerem Niveau einstellen.“

Von Hans Klumbies

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